Kinderstartgeld gestrichen - alles in die Kitas. Exemplarische Reaktion eines Verbandsmitglieds
Nach der abrupten Streichung des bayerischen Kinderstartgeldes haben uns viele Anrufe und Zuschriften von Familien erreicht. Auch und gerade kinderreiche Familien sind über diese überraschende Maßnahme der Staatsregierung entrüstet.
Exemplarisch veröffentlichen wir hier die Reaktion unseres Verbandsmitgliedes Frau B. aus Oberfranken, die vielen anderen aus dem Herzen spricht und der wir für ihr Einverständnis in die Veröffentlichung danken.
"Ich bin Mutter von fünf Kindern und erwarte im Februar nächsten Jahres unser sechstes Kind. Nun lese ich vom Familienland Bayern – und erkenne in den neuen Entscheidungen doch nur ein Kitaland. Denn das Familiengeld ist nicht mehr, und die freie Entscheidung der Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, wird weiter erschwert.
Wenn Sie schreiben: „Klar ist: Bayern bleibt Familien- und Bildungsland. Die Ausgaben für Bildung und Forschung steigen weiter deutlich.“ – dann muss ich Ihnen entschieden widersprechen.
Ja, ich bin dankbar für Investitionen in Bildung. Doch ich bin zugleich enttäuscht und traurig, dass meine Arbeit und meine Investition in die Bildung meiner Familie keine Wertschätzung erfahren. Nur die Bildung außerhalb des Hauses scheint anerkannt und förderwürdig zu sein.
Das Signal, das davon ausgeht, ist fatal – gerade in einer Gesellschaft mit so niedrigen Geburtenzahlen.
Wir haben uns als Familie ganz bewusst entschieden, unsere Kinder bis mindestens zum dritten Lebensjahr zu Hause zu betreuen. Das wollen wir uns leisten, auch wenn es nun offenbar zu einem selbst erwählten Privileg wird, das politisch weder anerkannt noch unterstützt wird.
Von einem Familienland kann da leider keine Rede mehr sein.
Sie lassen uns Familien – und besonders Großfamilien – schlicht im Stich."
- Frau B. aus Oberfranken, Mutter von 5+1 Kindern
(Die Aussagen beziehen sich auf die Ankündigung der Umschichtung - und damit effektiven Streichung - des geplanten Familienstartgeldes in der CSU-Information "Huber Direkt" vom 11.11.2025)
Unsere Pressemitteilung zu dem Vorgang findet ihr übrigens hier.